Wer wir sind

Die folgenden Wissenschaftler*innen beschäftigen sich in RETAKE mit der Alkalinitätserhöhung im Ozean:

Dr. Anna-Adriana Anschütz

Postdoktorandin // Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Dr. Anna-Adriana Anschütz

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich habe einen Hintergrund in biologischer Ozeanographie und entwickelte im Rahmen meiner Promotion Ökophysiologie-Modelle des mixotrophen Mikroplanktons. Der Schwerpunkt und gemeinsame Nenner meiner Forschung ist der biologische Bereich der Meere und seine Verbindung zur Meereschemie, zum Kohlenstoffexport und zum Klimawandel.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von RETAKE werde ich experimentelle und Felddaten in ein gemeinsames physikalisches und ökosystemares Modell der Ostsee integrieren und die Auswirkungen und Nebenwirkungen der Alkalinisierung untersuchen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich möchte meine Forschung dem Meeresschutz und der Suche nach Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Lebensräume widmen.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP2.4

Dr. Jannine Avila

Postdoktorandin // Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Dr. Jannine Avila

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Im Großen und Ganzen konzentriert sich meine Forschung auf die marine Biogeochemie. Insbesondere auf das marine Karbonatsystem, seine Dynamik und die Wechselwirkungen mit anderen biogeochemischen Kreisläufen, von den Küstengebieten bis zum offenen Ozean.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Die Verbesserung des Verständnisses dafür, wie das Karbonatsystem der Ostsee auf verschiedene Arten der Alkalinitätserhöhung (AE) reagiert. Außerdem sollen die potenziellen Vorteile und Nebenwirkungen der AE je nach gewähltem Ansatz entschlüsselt werden.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Nachdem ich mich nun einige Jahre mit dem Karbonatsystem beschäftigt habe, freue ich mich darauf, mich in der Wissenschaft zu engagieren, die direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft und unsere Zukunft hat.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP2.4

Prof. Wolfgang Bach

PI // MARUM/Universität Bremen

Prof. Wolfgang Bach

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen dem Ozeanboden und Meerwasser und deren Auswirkungen auf die Stoffkreisläufe der Erde. Bei diesen Wechselwirkungen werden Energieträger für Chemosynthese freigesetzt. Ich untersuche die zugrunde liegenden Mechanismen und die Bedeutung dieser Vorgänge für mikrobielle Vergesellschaftungen im Ozeanboden.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
In unserem Projekt wollen wir ein besseres Verständnis der Auflösungsprozesse von Olivin und Basaltglas erlangen, indem wir den Rückzug von Oberflächen mikroskopisch abbilden, um die Auflösungsraten zu messen und festzustellen, unter welchen Bedingungen sie maximiert werden können.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Kenntnis der Raten und Mechanismen der Mineralienauflösung ist für die Untersuchung des Potenzials einer verstärkten Verwitterung in CDR von wesentlicher Bedeutung.

Thema: Mechanismen, AP1.3

Amrita Bhaumik

Doktorandin // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Amrita Bhaumik

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Die marinen Ökosysteme stehen aufgrund der zunehmenden anthropogenen Aktivitäten, die zum Klimawandel führen, unter ständigem Druck. Letztlich verändern diese Aktivitäten die derzeitigen Umweltbedingungen auf globaler Ebene und könnten sich auf wichtige Meeresorganismen wie Zooplankton auswirken. Daher liegt der Schwerpunkt meiner Forschung darauf, die Auswirkungen der sich ändernden Umweltbedingungen auf die verschiedenen physiologischen Funktionen von Zooplankton zu verstehen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Die globale Erwärmung und die damit einhergehende Versauerung der Ozeane stellen eine große Bedrohung dar, nicht nur für die menschliche Zivilisation, sondern für den gesamten Planeten. Daher könnten Techniken zur Beseitigung von Kohlendioxid, wie z. B. die Alkalinisierung der Ozeane, dazu beitragen, die Folgen der Versauerung der Ozeane abzumildern. Zweifellos müssen wir uns über diese Techniken im Klaren sein, bevor wir sie einsetzen, vor allem wenn es um die Risiken für marine Organismen geht. Als Mitglied des RETAKE-Teams untersuche ich die möglichen Auswirkungen einer künstlichen Alkalisinierung der Ozeane auf das Zooplankton. Dabei möchte ich feststellen, ob es Schwellenwerte gibt, unterhalb derer mögliche negative Auswirkungen zu vernachlässigen sind.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Mein Ziel ist es, Teil eines Forschungsteams zu sein, das motiviert ist, mögliche Lösungen zur Abschwächung der mit dem Klimawandel verbundenen Probleme zu finden. Wahrscheinlich ist die Alkalinisierung der Ozeane eine der möglichen Lösungen, um den Folgen der Ozeanversauerung entgegenzuwirken. Bevor wir dies in größerem Maßstab durchführen können, müssen wir alle möglichen Ergebnisse im Labor überprüfen und untersuchen. Nur so können wir unerwünschte Nebeneffekte vermeiden und gleichzeitig versuchen, bestehende Probleme abzumildern.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Prof. Jelle Bijma

PI // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Prof. Jelle Bijma

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Marine und terrestrische Kohlenstoffsenken; Auswirkungen von beschleunigter Verwitterung auf marine und terrestrische Ökosysteme und Biogeochemie; Lösungsorientierte Anwendungen entwickeln

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Bestimmung der Lösungskinetik von Olivin und potenzielle Auswirkungen der Alkalinitätserhöhung und Schwermetalle vor allem auf das Wattenmeer-Ökosystem

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Angesichts der Klimakrise dürfen wir keine Zeit verlieren und ich möchte lösungsorientierte und anwendungsbezogene Forschung unterstützen (learning on the job).

Thema: Mechanismen, AP1.3

Prof. Maarten Boersma

PI // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Prof. Maarten Boersma

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Stressfaktoren auf planktonische Organismen, mit besonderem Schwerpunkt auf den Wechselwirkungen zwischen Nährstoffbelastung und Temperatur.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Wir werden die Auswirkungen der Alkalinisierung auf das Zooplankton untersuchen, und zwar sowohl die direkten Auswirkungen (Auswirkungen auf den pH-Wert) als auch die indirekten Auswirkungen, z. B. durch Veränderungen in der Qualität der Ressourcen, wenn sich die Verfügbarkeit von CO2 ändert.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ohne Maßnahmen zur CO2-Bindung aus der Atmosphäre werden wir die Ziele, die wir uns in Bezug auf den Klimawandel gesetzt haben, nicht erreichen können. Wir müssen die Auswirkungen solcher Maßnahmen untersuchen, um fundierte Entscheidungen über die Durchführbarkeit und die Risiken solcher Maßnahmen treffen zu können.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Dr. Ute Daewel

PI // Helmholtz-Zentrum Hereon

Dr. Ute Daewel

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt sind die Wechselwirkungen von Physik und Biologie in marinen Ökosystemen. Dabei entwickle und nutze ich numerische Modelle, um Veränderungen im Ökosystem zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Der Vorteil numerischer Modelle ist, dass man in einem „digitalen“ Ozean den Einfluss lokaler Eingriffe auf das regionale Ökosystem abschätzen kann. Im Rahmen von RETAKE wollen wir mit Hilfe eines Ökosystemmodells für die Nordsee die Effizienz von küstennahen alkalinitätssteigernden Maßnahmen bewerten und verstehen, welche sekundären Auswirkungen auf das Ökosystem zu erwarten sind.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Künstliche Eingriffe in das System Meer können sich als effiziente und umsetzbare Methode erweisen, den menschengemachten Klimaveränderungen entgegenzuwirken. Um diese jedoch sicher und effizient anwenden zu können, ist es unbedingt notwendig, die Methoden auf Effizienz verschiedener Anwendungskonzepte und mögliche Nebeneffekte hin zu untersuchen, bevor sie tatsächlich zum Einsatz kommen. Numerische Modelle können hier Auskunft geben, ohne tatsächlich in das empfindliche Ökosystem Meer eingreifen zu müssen.

Thema: Extrapolation durch Modellierung, AP2.2

 

Dr. Alexander Diehl

Postdoktorand // MARUM/Universität Bremen

Dr. Alexander Diehl

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Sei es bei hochtemperierten geologischen Prozessen oder bei der kalten Verwitterung von Gesteinen, die Reaktion der festen Materie mit wässrigen Lösungen prägt die chemische Zusammensetzung von allen Wasserreservoiren der Erde. Als Geochemiker habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit der Lösungszusammensetzung von heißen Quellen am Ozeanboden beschäftigt. Durch die hohe Temperatur im Untergrund befinden sich heiße Lösungen und Gesteine überwiegend im thermodynamischen Gleichgewicht und somit lassen sich Mineralreaktionen und Lösungszusammensetzungen mittels thermodynamischer Methoden gut vorhersagen. Wenn die Temperatur niedrig ist, so finden chemische Reaktionen oftmals nicht mehr oder nur sehr langsam statt, obwohl die thermodynamische Triebfeder für eine Reaktion gegeben ist. Hier greift das Konzept der Reaktionskinetik und kinetischer Barrieren, die verhindern können, dass chemische Systeme ihren optimalen Energiezustand erreichen. Dies spielt bei Prozessen der Verwitterung eine wichtige Rolle, und ob, und wie schnell sich Minerale bilden oder Auflösen muss in kalten Systemen unabhängig von der thermodynamischen Vorhersage empirisch ermittelt werden.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Projekt RETAKE untersuche ich die Auflösungskinetik von Gesteinen und Mineralen im mikroskopischen Maßstab. Basaltgläser und Olivine aus Duniten gelten im Meerwasser als untersättigt und lösen sich bei Kontakt mit diesem auf. Es stellt sich die Frage, wie schnell diese Auflösung stattfindet. Dies ist eine der zentralen Fragen, um die Effektivität von Alkalinitätserhöhung durch Basalt- oder Olivinverwitterung abzuschätzen. Der Prozess der Auflösung ist sehr dynamisch und die Lösungsgeschwindigkeit von Mineralen und Gesteinen ist weder örtlich noch zeitlich konstant. Die mikroskopisch bestimmten Auflösungsraten sollen ein Grundverständnis über den Auflösungsprozess generieren und werden einen Grundstein für Modellierungen der Effektivität von Alkalinitätserhöhung durch mineralische Komponenten legen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Es ist nahezu utopisch anzunehmen, dass wir den globalen CO2 Ausstoß in den kommenden Dekaden hinreichend verringern werden. Daher ist es naheliegend, dass wir neben den Bemühungen zur Reduktion von CO2-Emissionen auch die Rahmenbedingungen für verschiedene Taktiken zur aktiven Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre erforschen. Mit der Verwitterung puffert der Gesteinskreislauf die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre seit Milliarden von Jahren auf unserem Planeten und beeinflusst maßgeblich das Klima. Somit liegt es nahe, diesen zu Nutzen, um einen Beitrag zur Reduktion des atmosphärischen CO2 zu liefern.

Thema: Mechanismen, AP1.3

Isabel Diercks

Doktorandin // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Isabel Diercks

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Als Meeresbiologin interessiere ich mich für die Auswirkungen des Klimawandels auf marine Ökosysteme und mögliche Strategien, dem entgegenzuwirken. Aktuell fokussiere ich mich auf molekularbiologische Analysen von mikrobiologischen Gemeinschaften in marinen Sedimenten.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich arbeite als Doktorandin im Arbeitspaket 1.4 in der Geomikrobiologie. In unserem Team führen wir Sedimentinkubationsexperimente mit Kernen und Benthokosmen durch, um das Potenzial von Alkalinitätserhöhung (AE) durch verstärkte benthische Verwitterung von Olivin und Carbonat zu untersuchen. Dabei interessieren mich vor allem die möglichen Auswirkungen von AE auf lokale Ökosysteme in der Ostsee. Ich analysiere Sedimentproben, um die mikrobielle Gemeinschaft zu charakterisieren und Wechselwirkungen mit der AE zu untersuchen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Meine Motivation ist der dringende Handlungsbedarf, um der globalen Erwärmung entgegen zu wirken, daher finde ich die Erforschung von möglichen Strategien zum nachhaltigen Entzug von CO2 aus der Atmosphäre sehr spannend und dringend notwendig.

Thema: Mechanismen, AP1.4

Michael Fuhr

Doktorand // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Michael Fuhr

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Das große Bild, das hinter meinen wissenschaftlichen Bemühungen steht, ist die Tatsache, dass unsere und künftige Generationen die Rückstände von zwei Generationen von Wundern am Rhein bewältigen müssen. Es müssen also große Anstrengungen unternommen werden, um das System, das wir Erde nennen, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Meine Forschung konzentriert sich auf das Verständnis dieses Systems und auf Möglichkeiten, mit ihm zu interagieren, die zu einer langfristigen Stabilisierung des Klimas auf unserem Planeten führen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Vor dem Hintergrund eines Masterabschlusses in Meeresgeowissenschaften konzentriert sich meine derzeitige Arbeit auf die verstärkte Verwitterung in der Wassersäule des Ozeans und in Sedimenten.
Das übergeordnete Ziel ist die Erforschung von Materialien, die das Potenzial haben, sowohl wirtschaftlich als auch chemisch effizient CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wenn sie für eine verstärkte benthische Verwitterung eingesetzt werden.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
„Ich kämpfe immer noch für die großen Themen, aber jetzt auf meine kleine, individuelle Weise.“ – Dame Marjorie „Maude“ Chardin

Thema: Mechanismen, AP1.4

Dr. Sonja Geilert

PI // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Dr. Sonja Geilert

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Forschung konzentriert sich auf die natürliche marine Silikatverwitterung an den Kontinentalrändern und in der Tiefsee, sowie auf die verstärkte Silikatverwitterung als Technik zur Entfernung von Kohlendioxid. Mit Hilfe von geochemischen Analysen, stabilen Isotopenmessungen und Modellierungsansätzen identifiziere und quantifiziere ich marine Kationen- und CO2-Flüsse. Die marine Silikatverwitterung ist ein wichtiger Prozess für den globalen Kohlenstoffkreislauf und könnte eine einzigartige Möglichkeit zur Abmilderung des Klimawandels darstellen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
In RETAKE koordiniere ich das Arbeitspaket 1.4 zur Alkalinitätserhöhung in der Ostsee. Zusammen mit meinem Team entwickeln wir Sediment-Inkubations- und Benthokosmen-Experimente, um die Netto-Alkalitätserhöhung und die CO2-Sequestrierungseffizienz von Olivin- und Karbonatmineralen zu quantifizieren. Außerdem werden wir die Auswirkungen auf die mikrobiellen Gemeinschaften und die Makrofauna nach Zugabe der alkalischen Mineralien untersuchen. Unser übergeordnetes Ziel ist es, Daten über die Effizienz der Alkalinitätserhöhung in der Ostsee zu liefern und Empfehlungen für politische Institutionen abzugeben.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Meine Motivation ist die dringende Notwendigkeit, CO2 aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen, da die Verringerung der Treibhausgasemissionen allein nicht mehr ausreicht, um die globale Erwärmung unter 2°C zu halten. Schon heute zeigt die steigende Zahl der weltweiten Naturkatastrophen deutlich die Auswirkungen des Klimawandels. Wir müssen jetzt handeln, um zu verhindern, dass ein Kipppunkt erreicht wird, nach dem die Veränderungen im Erdsystem unumkehrbar sind. Mit diesem Projekt kann ich aktiv dazu beitragen, Lösungen zur Abschwächung des Klimawandels zu finden und der Gesellschaft die Risiken des Klimawandels, aber auch das Potenzial von Abmilderungsmaßnahmen zu vermitteln.

Thema: Mechanismen, AP1.4

Dr. Silvan Goldenberg

Postdoktorand // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Dr. Silvan Goldenberg

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich interessiere mich für Nahrungsnetze mit einem besonderen Schwerpunkt auf der trophischen Funktion und dem Verhalten von Fischen. In der Vergangenheit habe ich mich mit den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Ökosysteme befasst, etwa mit dem Klimawandel und der Versauerung der Meere. Jetzt erforsche ich naturbasierte Lösungen für den Klimawandel und die Ernährungssicherheit, einschließlich natürlichem und künstlichem Auftrieb und Technologien für negative Emissionen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
In RETAKE werde ich Experimente auf Gemeinschaftsebene in pelagischen Mesokosmen durchführen, um die ökologischen Risiken und Vorteile einer Alkalinitätserhöhung im Ozean zu untersuchen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich freue mich, in diesem Projekt mitzuarbeiten, da es an der Zeit ist, nach Lösungen zu suchen.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Caroline Grünhagen

Doktorandin // Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Caroline Grünhagen

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Nach Absolvierung meines M.Sc. in Environmental and Resource Economics an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel habe ich meinen Fokus auf Ressourcen aus dem Meer gelegt. Als Doktorandin am Center for Ocean und Society arbeite ich an der Entwicklung von bio-ökonomischen Modellen. Potentielle Effekte durch Klimawandel und Fischerei auf Fischbestände der Nord- und Ostsee sind von besonderem Interesse.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Als Teil des Arbeitspakets 3.4 arbeite ich an den Auswirkungen der Alkalinitätserhöhung auf die Fischerei und Ernährungssicherheit. Dabei beteilige ich mich an der Entwicklung von regionalen Szenarien, welche in unsere bio-ökonomischen Modellen für die Nord- und Ostsee eingebettet werden. Darüber hinaus werden auch größere marine Ökosysteme betrachtet, um sämtliche Konsequenzen und betroffene Akteure abzubilden.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Es liegt an uns Menschen, den Verlauf des Klimawandels abzuschwächen. Verfahren wie das Geo-Engineering sind eine denkbare Lösung, müssen allerdings ausreichend untersucht sein, um Anwendung zu finden. Somit ist es unabdingbar, mögliche Konsequenzen im Vorfeld zu quantifizieren.

Prof. Jens Hartmann

PI // Universität Hamburg

Prof. Jens Hartmann

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Aquatische Geochemie und CDR mit Schwerpunkt auf der Alkalinitätsproduktion.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Erzeugung von Alkalinität und marine Alkalinitätserhöhung mit Reaktoren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Lösung des CO2-Problems.

Thema: Mechanismen, AP1.1

Dr. Judith Hauck

PI // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Dr. Judith Hauck

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Marine Biogeochemie und Erdsystemmodellierung: die globale und polare Kohlenstoffsenke im Ozean und die Reaktion der biologischen Kohlenstoffpumpe auf den Klimawandel.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Einsatz eines biogeochemischen Ozeanmodells (FESOM-REcoM) zur Bewertung der Rolle von Tiefen- und Bodenwasserbildungsregionen für die Alkalinisierung der Ozeane. Außerdem die Bestimmung der Anforderungen an ein Überwachungssystem, mit dem die Auswirkungen und die Effizienz der Alkalinisierung verfolgt werden können.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Eine kritische Bewertung der marinen Technologien zur Emissions-Verringerung ist notwendig, um die gesellschaftliche Diskussion zu unterstützen.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP3.2

Dr. Mathias Haunost

Postdoktorand // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Dr. Mathias Haunost

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
In der Planktonökologie. Ich interessiere mich für die Zusammensetzung und Entwicklung des Phytoplanktons und dessen Rolle im marinen Kohlenstoffkreislauf.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Untersuchungen zu den Einflüssen verschiedener Methoden zur Alkalinitätserhöhung auf wichtige Schlüsselarten und Phytoplanktongemeinschaften.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich sehe die Notwendigkeit, negative Emissionen zur Eindämmung des Klimawandels zu erforschen, um deren Nutzen und Risiken bestmöglich abschätzen zu können.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Prof. Sabine Kasten

PI // Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Prof. Sabine Kasten

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Untersuchung, Quantifizierung und Modellierung geochemischer, biogeochemischer und frühdiagenetischer Prozesse in marinen Sedimenten verschiedener Ablagerungsräume. Einen besonderen Fokus meiner Arbeiten bildet die Untersuchung von transienten und instationären (bio)geochemischen Prozessen in küsten-nahen und marinen Sedimenten, wie sie u.a. durch Erosions-, Resuspensions- und Sedimentationsereignisse ausgelöst werden.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ziel unseres Teilprojektes in RETAKE ist es, ein besseres Verständnis der Auflösungsprozesse und Lösungsraten von Olivin und Basalt in dynamischen und permeablen Sedimenten zu gewinnen – wie sie in natürlichen Küstenräumen zu finden sind. Darüber hinaus geht es darum, die Freisetzung und Festlegung weiterer bei der Silikatverwitterung mobilisierter Substanzen – wie z.B. Nährstoffe und Schwermetalle – zu untersuchen und zu quantifizieren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Neben der Untersuchung und Quantifizierung des Potenzials der verstärkten Silikatverwitterung zur Bindung von Kohlendioxid ist es mir ein großes Anliegen, besser zu verstehen, welche weiteren Substanzen mit potentiell negativen Folgen für Küstenökosysteme freigesetzt werden können bzw. wie der Eintrag dieser Stoffe bestmöglich minimiert werden kann.

Thema: Mechanismen, AP1.3

Dr. David Keller

PI // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Dr. David Keller

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Bewertung des Potenzials, der Durchführbarkeit, der Nebenwirkungen und der Nachhaltigkeit von Ansätzen zur Beseitigung von Kohlendioxid (CDR) für die Eindämmung des Klimawandels, Verständnis der Rückkopplungen zwischen biogeochemischen Kreisläufen und dem Klima und Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen marinen Ökosystemen und biogeochemischen Kreisläufen. Zu diesem Zweck verwende ich marine biogeochemische und Erdsystem-Modellierungsansätze. Bei der Arbeit an der komplexen Aufgabe der Bewertung von CDR arbeite ich auch mit einer Vielzahl anderer Fachleute zusammen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Arbeitspaket 3.2 bin ich Teil der Gruppe, die die marine Alkalinitätserhöhung mit dem FOCI-Erdsystemmodell untersucht. Im Arbeitspaket 3.3 trage ich dazu bei, die Ergebnisse von Erdsystemmodellen zu nutzen, um zu bestimmen, wie die Kohlenstoffbilanzierung für die marine Alkalinitätserhöhung erfolgen kann.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Um besser zu verstehen, inwieweit und unter welchen Bedingungen der groß angelegte Einsatz von mariner Alkalinitätserhöhung zu realistischen, sicheren und effektiven Wegen für die Welt zur Klimaneutralität und den im Pariser Abkommen festgelegten Zielen beitragen könnte.

Themen: Extrapolation durch Modelle, AP3.2 und Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.3

Male Köster

Postdoktorandin // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Male Köster

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt ist die marine Geochemie und ich interessiere mich für biogeochemische und frühdiagenetische Prozesse in marinen Sedimenten, einschließlich der Lösung von primären und der Ausfällung von sekundären Mineralphasen. Während meiner Promotion habe ich biogeochemische Prozesse – insbesondere den Eisenstoffkreislauf – in tiefen und heißen Sedimenten aus dem Nankai Trog vor der Küste Japans mittels verschiedener geochemischer Analysen wie der sequentiellen Extraktion von Eisenmineralphasen sowie die Analyse der stabilen Eisenisotope in Sediment und Porenwasser untersucht.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen des RETAKE-Projektes wollen wir die Auflösungsraten von Olivin unter verschiedenen Ablagerungs-, geochemischen und advektiven Bedingungen untersuchen. Zu diesem Zweck führen wir Labor-Durchflussexperimente mit natürlichen sandigen Küstensedimenten aus der Nordsee durch, die mit Olivin verschiedener Korngrößen versetzt sind. Die Experimente werden mit unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten durchgeführt. Darüber hinaus möchten wir mögliche negative Auswirkungen der verstärkten Silikatverwitterung wie die Freisetzung und Verfügbarkeit von Spurenmetallen und Nährstoffen prüfen, sowie die Bildung sekundärer Mineralphasen, welche potenzielle langfristige Senken für diese Spurenmetalle und Nährstoffe darstellen könnten, untersuchen und quantifizieren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Eindämmung der globalen Erwärmung ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Daher ist es unerlässlich, an möglichen Lösungen zu arbeiten, die dem Klimawandel entgegenwirken könnten. Gleichzeitig sollten aber auch die Risiken, die mit einer verstärkten Silikatverwitterung verbunden sein könnten, im Vorfeld sorgfältig geprüft und kritisch bewertet werden. Ich freue mich, an diesem sehr interdisziplinären Projekt mitzuwirken und auf diese Weise einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten zu können.

Thema: Mechanismen, AP1.3

Katarzyna Kowalczyk

Doktorandin // Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Katarzyna Kowalczyk

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich setze mich dafür ein, das Potenzial der Alkalinisierung der Ozeane zu untersuchen – eine Option zur Entnahme von Kohlendioxid, die in den verfügbaren integrierten Bewertungsmodellen bislang übersehen wurde.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von RETAKE möchte ich die marine Alkalinitätserhöhung in das REMIND-Modell (REgional Model of Investment and Development) integrieren, was eine Abschätzung der regionalen Einsatzkosten der Methode und eine Spezifizierung ihrer technischen Details erfordert. Die Verwendung des Modells würde es uns unter anderem ermöglichen, den möglichen Beitrag der Ozeanalkalinisierung zum Pariser Klimaziel zu bewerten.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Meines Erachtens ist es von entscheidender Bedeutung, die risikoreichen Ansätze zur Eindämmung des Klimawandels kritisch zu betrachten. Da die Wege zur Eindämmung des Klimawandels auf Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid beruhen, müssen wir die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen dieser Maßnahmen verstehen.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP1.1

Dr. Feifei Liu

Postdoktorandin // Helmholtz-Zentrum Hereon

Dr. Feifei Liu

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf die Wechselwirkungen zwischen physikalischen und biogeochemischen Prozessen in marinen Ökosystemen. Ich verwende numerische Modelle, um beobachtete Veränderungen in der Vergangenheit/Gegenwart zu rekonstruieren und zu interpretieren und mögliche Veränderungen in der Zukunft der Ökosysteme vorherzusagen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich bin am Arbeitspaket 2.2 „Regionale Modellierung der Nordsee“ beteiligt, in dem es darum geht, Szenariosimulationen mit einem regionalen Modell für die Nordsee durchzuführen, um die mögliche Effizienz verschiedener Maßnahmen zur marinen Alkalinitätserhöhung an den Küsten sowie deren Nebeneffekte und Auswirkungen auf das Ökosystem des nordwesteuropäischen Schelfs (NWES) sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft zu beleuchten.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Eine gründliche Bewertung der Vor- und Nachteile von künstlichen Eingriffen in das marine Ökosystem ist von entscheidender Bedeutung, bevor diese Methoden zum Einsatz kommen. Numerische Modelle bieten hierfür einen einzigartigen Ansatz und helfen, Vorschläge für die optimale Umsetzung der Alkalinitätserhöhung für den Klimaschutz zu machen.

Thema: Extrapolation durch Modellierung, AP2.2

Chantal Mears

Doktorandin // Helmholtz-Zentrum Hereon

Chantal Mears

1.) Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Forschung konzentriert sich auf die Kartierung von Wassermassenverteilungsmustern in küstennahen Schelfmeersystemen durch den Einsatz von Radiotracern und die Klärung der Frage, wie diese Strömungsmuster mit dem Karbonatsystem in diesen Gebieten zusammenhängen.

2.) Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Mein Ziel ist es, auf der zuvor definierten Beziehung zwischen dem wirksamen natürlichen Radiotracer Radium (Ra) und der Gesamtalkalinität in der Nordsee aufzubauen, um die Verteilungsmuster der Alkalinität zu kartieren und insbesondere die Zu- und Abflüsse (und deren Karbonatsignaturen) des Schelfmeeres zu untersuchen.

3.) Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die globalen Schelfmeere gelten weithin als wichtiger Teil des globalen Kohlenstoffhaushalts, weshalb ein besseres Verständnis der Verteilung über Schelfmeersysteme von entscheidender Bedeutung ist. Dies ist besonders wichtig für den Klimawandel, denn um künftige Klimaszenarien genau und angemessen zu prognostizieren, müssen ausreichende Grundkenntnisse über den aktuellen Kohlenstoffhaushalt entlang der Schelfmeere sowie auf lokaler Ebene, d. h. über Senken, Quellen und Pfade, vorhanden sein.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP2.1

Neha Mehendale

Wissenschaftlerin // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Neha Mehendale

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Das zentrale Thema meiner derzeitigen Forschung ist das Verständnis der Rolle, die der Ozean im globalen Kohlenstoffkreislauf spielt. Ich bin daran interessiert, das Zusammenwirken der marinen Biogeochemie und der Ozeanzirkulation auf die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu verstehen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Modellierung der Alkalinitätserhöhung im Ozean als Methode der Kohlendioxid-Entnahme mit dem Erdsystemmodell FOCI (Flexible Ocean and Climate Infrastructure).

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Forschung in einem Konsortium wie diesem an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft hat das Potenzial, konkrete Entscheidungen für die Zukunft zu beeinflussen. Dieser treibende Faktor in Verbindung mit der wissenschaftlichen Neugier auf die Ergebnisse motiviert mich.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP3.2

Prof. Nils Moosdorf

PI // Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Prof. Nils Moosdorf

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Interaktion von Grundwasser und Ozeanwasser entlang der globalen Küsten.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Mein Beitrag zu RETAKE ist die Abschätzung des Einflusses von Umweltbedingungen und landseitigem Grundwasser auf Raten der Kohlenstoffsequestrierung durch Enhanced Weathering.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich hoffe, durch diese Forschung einen Beitrag zu leisten, Pfade aufzuzeigen, um die für den Klimaschutz notwendigen negativen Emissionen umzusetzen.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP2.3

Tanvi Nagwekar

Doktorandin // Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Tanvi Nagwekar

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt ist das Verständnis der Rolle der Ozeane bei der Regulierung der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre und wie die Ozeane auf die sich ändernden Klimabedingungen reagieren könnten. Insbesondere möchte ich untersuchen, wie sich die Veränderungen in den Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre langfristig auf die marine Biogeochemie auswirken und welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um ein Gleichgewicht in der Atmosphäre zu erhalten.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen des Arbeitspakets 3.2 „Globale Modellierung“ werde ich mit dem globalen biogeochemischen Ozeanmodell FESOM2-REcoM arbeiten und Simulationen zur marinen Alkalinitätserhöhung (Ocean Alkalinity Enhancement, OAE) in Tief- und Bodenwasserbildungsgebieten durchführen. Daneben wird auch ein vollständig gekoppeltes AWICM-REcoM-Modell für OAE-Simulationen verwendet werden. All diese Simulationen sollen durchgeführt werden, um die Effizienz, das Potenzial, die Nebeneffekte und die biogeochemischen Rückkopplungen der OAE-Technik bei der Kohlendioxid-Sequestrierung aus der Atmosphäre in die Ozeane zu analysieren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die zunehmende Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist heute von großem Interesse und ich glaube, es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Die marine Alkalinitätserhöhung ist eine solche Geo-Engineering-Technik, die, wenn sie im Detail erforscht und untersucht wird, die aktuelle Situation verbessern könnte. Neben der CO2-Sequestrierung aus der Atmosphäre in den Ozean könnte sie auch in gewissem Maße der Ozeanversauerung entgegenwirken. Es ist jedoch noch viel harte Arbeit und Forschung seitens der wissenschaftlichen Gemeinschaft erforderlich, um diese Methoden in großem und praktischem Maßstab umzusetzen. Als Doktorandin ist es eine hervorragende Gelegenheit, auf dieser Karrierestufe dazu beizutragen.

Thema: Extrapolation durch Modellierung, AP3.2

Dr. Cara Nissen

PI // Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Dr. Cara Nissen

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Forschung konzentriert sich hauptsächlich darauf, wie Ozeanphysik und Biologie bei der Nährstoff- und Kohlenstoff-Verteilung im Ozean zusammenwirken, sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft. Besonders fasziniert bin ich vom Südlichen Ozean, und mein Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis dafür beizutragen, wie dieses Meeresbecken auf den laufenden Klimawandel reagieren könnte.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von AP3.2 („Global Modelling“) unterstütze ich hauptsächlich Tanvi Nagwekar bei der Entwicklung und Analyse von Modellsimulationen mit dem globalen biogeochemischen Ozeanmodell FESOM-REcoM, um die Effizienz verschiedener Szenarien zur Alkalinitätserhöhung im Ozean zu bewerten, z.B. regionale vs. globale Deposition.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Da eine Vielzahl von Methoden und Technologien zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre vorgeschlagen wurden, ist eine gründliche Bewertung der Vor- und Nachteile jeder Methode erforderlich. In diesem Zusammenhang denke ich, dass Wissenschaftler die Verantwortung haben, die Effizienz und möglichen Nebenwirkungen jeder Methode zu untersuchen und darüber zu informieren. Dies ist ein wesentlicher Schritt vor der groß angelegten Anwendung einer Methode, z. B. der ozeanischen Alkalinitätserhöhung.

Thema: Extrapolation durch Modellierung, AP3.2

Prof. Andreas Oschlies

Koordinator RETAKE & PI // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Prof. Andreas Oschlies

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich beschäftige mich mit der Modellierung des Erdsystems und interessiere mich besonders für den Sauerstoffverlust der Ozeane und die Bewertung von CDR-Methoden mit Schwerpunkt auf der marinen Alkalinitätserhöhung.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Als Koordinator von RETAKE bin ich für die Gesamtkoordination dieses Konsortiums verantwortlich. Dazu gehört insbesondere die Förderung des Austauschs zwischen den Konsortiumsmitgliedern, um Synergien zwischen den verschiedenen Arbeitspaketen zu finden. Darüber hinaus bin ich wissenschaftlich an den Modellierungsarbeiten von RETAKE beteiligt.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich versuche seit vielen Jahren, meinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu verringern, aber trotz einiger Erfolge ist es noch ein sehr langer Weg, bis ich Null erreichen kann. Dies gilt auch für die nationale und globale Ebene. Ich sehe es als Aufgabe der Wissenschaft an, Wissen zu generieren und Optionen zu untersuchen und zu bewerten, die der Gesellschaft helfen können, die versprochenen Klimaziele zu erreichen. Transparenz ist unerlässlich, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

Themen: Extrapolation durch Modelle, AP3.2 und Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.3

Prof. Mirjam Perner

Wissenschaftlerin // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Prof. Mirjam Perner

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
In meiner AG untersuchen wir die Wechselwirkungen zwischen Mikroben und ihrer Umwelt. Dabei stehen zwei Kernfragen im Fokus: Wie beeinflussen die Mikroben ihre Umwelt? Welche Einflüsse haben (sich ändernde) Umweltbedingungen auf die Mikroben, ihre Stoffwechselwege und die chemischen Reaktionen, die sie katalysieren? Gewonnenes Wissen nutzen wir auch für biotechnologische Anwendungen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Wir arbeiten im Arbeitspaket 1.4 „verstärkte benthische Verwitterung von Karbonaten und Olivin in der Ostsee“ als Mikrobiologen zusammen mit den Geochemikern. Hier untersuchen wir die Auswirkungen, welche die künstliche Zugabe von Karbonaten und Olivin, ihre beschleunigte Auflösung und die daraus resultierenden (chemischen) Änderungen auf die mikrobiellen Prozesse am Meeresboden haben. Unklar ist auch, inwiefern die Mikroben selber diese Umweltänderungen beeinflussen: Können die Mikroben die beschleunigten Auflösungsprozesse weiter stimulieren, inhibieren, oder haben sie keine Einflüsse?

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Meine persönliche Motivation ist es u.a., einen Beitrag zu der Bewertung der möglichen mikrobiologischen und chemischen Folgen, welche die beschleunigte Mineralauflösung auf die Umwelt hat, zu leisten.
Thema: Mechanismen, AP1.4

Dr. Daniel Pröfrock

PI // Helmholtz-Zentrum Hereon

Dr. Daniel Pröfrock

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Als Umweltwissenschaftler und analytischer Chemiker liegt mein Hauptaugenmerk auf dem Gebiet der Spurenmetall-, Speziations- und nicht-traditionellen stabilen Isotopenanalyse auf der Grundlage von ICP-MS und gekoppelten Techniken und deren Anwendung für verschiedene umweltbezogene Forschungsthemen sowie auf der Entwicklung analytischer Methoden.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von RETAKE werde ich zur Analyse und Bewertung der potenziellen Freisetzung von Metallen durch alkalitätserhöhende Mineralien und deren mögliche Auswirkungen beitragen. Darüber hinaus werde ich die Untersuchungen zur Nutzung von Metallen und Metallisotopen unterstützen, um die künstliche Alkalinitätserhöhung zu verfolgen und zuzuordnen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Es gibt viele Ideen zur Verringerung der globalen CO2-Freisetzung oder ihrer Folgen, wie z. B. die Nutzung erneuerbarer Energiequellen oder die Anwendung von Geo-Engineering-Methoden wie die Erhöhung der Alkalinität. Unerwünschte Nebeneffekte solcher Maßnahmen, die sich auf andere Prozesse innerhalb komplexer Ökosysteme auswirken, werden jedoch oft nicht ausreichend berücksichtigt. Fundierte Analysemethoden und Daten sind unerlässlich, um die Folgen und schließlich die Wirksamkeit und künftige Rolle solcher Techniken zu untersuchen.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP2.1

Dr. Hagen Radtke

PI // Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Dr. Hagen Radtke

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich beschäftige mich mit numerischer Modellierung des Ökosystems Ostsee (physikalisch und biogeochemisch).

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich betreue die Modellierungsarbeiten zu den möglichen Folgen von bodennaher Alkalinitätserhöhung in der Ostsee.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich möchte gern mehr über die Sensitivität des Ökosystems auf Veränderungen in den Sedimenten und am Meeresboden erfahren.

Thema: Extrapolation durch Modellierung, AP2.4

Dr. Murugan Ramasamy

Postdoctoral Researcher // Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Dr. Murugan Ramasamy

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Hauptfachgebiete sind Grundwasserkontamination und -sanierung sowie die Wechselwirkung von Grundwasser und Meerwasser.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Mein Beitrag zu RETAKE wird darin bestehen, die Auswirkungen der Sedimenthydrodynamik und klimatischer Variablen auf die verstärkte Verwitterungsrate zu modellieren und nach günstigen Standorten für die verstärkte Verwitterung zu suchen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Aus der Sicht eines Hydrogeologen hoffe ich, dass ich mit dieser Forschung dazu beitragen kann, Empfehlungen für die effizienteste Nutzung der Alkalinitätserhöhung für den Klimaschutz zu geben.

Thema: Extrapolation durch Modelle, AP2.3

Dr. Wilfried Rickels

PI // Institut für Weltwirtschaft Kiel

Dr. Wilfried Rickels

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt ist die Klimaökonomie. Dabei beschäftige ich mich insbesondere mit negativen Emissionen und Solar Geoengineering.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Mein Beitrag in RETAKE ist die Untersuchung und Analyse von mariner Alkalinitätserhöhung in einem ökonomischen Modellrahmen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Negative Emissionen sind die Voraussetzung, um ambitionierte Klimaziele zu erreichen. Bislang haben marine Methoden bei negativen Emissionen zu wenig Aufmerksamkeit in der klimaökonomischen Analyse erfahren.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.3

Prof. Ulf Riebesell

PI // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Prof. Ulf Riebesell

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Arbeitsgruppe und ich untersuchen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean, insbesondere auf die marinen Kohlenstoffsenken pelagischer Ökosysteme und deren Biogeochemie, sowie ozeanbasierte Lösungen zur Kohlenstoff-Sequestrierung.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich möchte die Wirksamkeit und die potenziellen ökologischen Auswirkungen der marinen Alkalinitätserhöhung bewerten.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich sehe die Dringlichkeit, wissenschaftlich fundierte Informationen über mögliche Klimaeingriffsmaßnahmen bereitzustellen.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Prof. Marie-Catherine Riekhof

PI // Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Prof. Marie-Catherine Riekhof

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich arbeite konzeptionell sowie mit quantifizierbaren ökologisch-ökonomischen Modellen und führe empirische Studien durch, um zu untersuchen, welche Auswirkungen verschiedene institutionelle Regelungen im Bereich von Meeres- und Küstenressourcen auf den Zustand der natürlichen Ressourcen und auf verschiedenen Akteure haben. Dabei werden Probleme in der Umsetzung von Regulierung thematisiert, um beispielsweise die unterschiedlichen Auswirkungen auf Transaktionskosten oder auf Risiken zu berücksichtigen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich bin Teil des Arbeitspakets 3.4 “Auswirkungen auf Fischerei und Ernährungssicherheit“. Hier entwickeln wir bio-ökonomischer Modelle sowie verschiedene Szenarien, um potentielle Effekte einer Alkalinitätserhöhung im Meer vor allem auf Fischbestände und die Fischerei, und damit auch auf (lokale) Ernährungssicherheit, abzuschätzen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich interessiere mich für das Verständnis der Synergien und Kompromisse zwischen den verschiedenen Zielen der nachhaltigen Entwicklung und den wirtschaftlichen Auswirkungen der verschiedenen Bewirtschaftungssysteme.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.4

Ann-Cathrin Rohrweber

Doktorandin // Helmholtz-Zentrum Hereon

Ann-Cathrin Rohrweber

1.) Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Als Geowissenschaftlerin mit Ausrichtung Geochemie beschäftige ich mich mit Metallanalytik per ICP-MS und den vielfältigen Anwendungen, die sich daraus ableiten lassen.

2.) Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen der Beobachtung und Überwachung (AP2.1) der marinen Alkalinitätserhöhung analysiere ich Spurenmetalle und nicht-traditionelle stabile Isotope, die bei der Verwitterung von Mineralen in Mesokosmenexperimenten freigesetzt werden. Auf diese Weise möchte ich die zusätzliche Alkalinität ihrer Quelle zuzuordnen und von der natürlichen Variabilität in Meerwasserproben unterscheiden können.

3.) Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Negative Emissionstechnologien wie die marine Alkalinitätserhöhung sind ein entscheidender Faktor dabei, ob wir die globale Erwärmung noch bestmöglich begrenzen können. Für eine verantwortungsvolle Anwendung im großen Maßstab müssen jedoch die ökologischen Risiken eingeschätzt und die Wirksamkeit festgestellt werden können. Nachdem ich schon während meiner Masterarbeit mittels chemischer Analyse von Umweltproben Daten zu Klimaveränderungen gesammelt habe, freue ich mich nun sehr, dass ich weiterhin etwas zu diesem extrem wichtigen Forschungsgebiet beitragen kann.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP2.1

Dr. Hans Sloterdijk

PI // Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Dr. Hans Sloterdijk

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Ich bin Forscher am Center for Ocean and Society an der Universität Kiel. Ich interessiere mich für das nachhaltige Management menschlicher Aktivitäten mit einem Schwerpunkt auf der Fischerei und deren Auswirkungen auf marine Ökosysteme. Ich arbeite mit Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, politischen Entscheidungsträgern und lokalen Interessengruppen zusammen, um Wissen zu generieren, das die Ernährungssicherheit und positive nachhaltige Veränderungen fördert. Zu diesem Zweck entwickle ich wissenschaftliche Fischereiszenarien, die sich auf die integrierte Forschung zum Klimawandel anwenden lassen. Ich verbringe auch Zeit damit, neuen Leuten, die ich kennenlerne, zu erklären, wie es möglich ist, ein Frankokanadier namens Hans Sloterdijk zu sein!

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
In RETAKE leiste ich einen Beitrag zum Arbeitspaket 3.4 „Auswirkungen auf Fischerei und Ernährungssicherheit“. Gemeinsam mit Interessenvertretern werde ich an der Entwicklung neuartiger sozioökonomischer Pfade für den Fischereisektor beteiligt sein, die die Auswirkungen der Alkalinitätserhöhung (AE) mit einbeziehen. Veränderungen in der Entwicklung der Fischbestände und der Nachfrage nach Fisch, die durch AE verursacht werden, könnten die Fischerei und die Ernährungssicherheit weit über den geografischen Rahmen der Ost- und Nordsee hinaus beeinflussen. Mit einem Konsortium aus Ressourcenökonomen, Fischerei-Ökologen und Meereswissenschaftlern mit Expertise in ökologisch-ökonomischer Modellierung werden die potenziellen Vorteile und Konflikte untersucht, die mit der Einführung von AE bei der Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verbunden sind, einschließlich Fragen der Ernährungssicherheit und Verteilungsgerechtigkeit.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Auswirkungen des Klimawandels sind und werden unsere Fähigkeit beeinträchtigen, die biologische Vielfalt zu erhalten und als globale Gesellschaft zu gedeihen. Unsere Reaktion auf den Klimawandel kann im Wesentlichen durch zwei Strategien erfolgen: Abschwächung und Anpassung. Daher sehe ich den Wert einer lösungsorientierten Forschung, die uns helfen kann, diese Herausforderungen zu bewältigen und eine bessere Zukunft zu gestalten.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.4

Carsten Spisla

Postdoktorand // GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Carsten Spisla

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt sind marine Zooplanktongemeinschaften. Seit meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit eingehenden Analysen von Zooplankton-Gemeinschaften in verschiedenen Ökosystemen, um die Auswirkungen von antrophogenen Einflüssen wie Ozeanversauerung, künstlichem Auftrieb oder in diesem Fall Alkalinisierung auf diese Gemeinschaften zu bewerten.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von RETAKE möchte ich dazu beitragen, zu bewerten, ob und wie Abundanz, Biomasse oder physischer Zustand der Zooplankton-Gemeinschaft und, wo immer möglich, die primäre, sekundäre, tertiäre (usw.) Biomasseproduktion und der dazwischen liegende Energietransfer (trophische Transfereffizienz) durch die marine Alkalinitätserhöhung beeinflusst werden.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die persönliche Motivation, im RETAKE-Konsortium mitzuarbeiten, liegt eindeutig darin, dass wir endlich von der Bewertung und Vorhersage der Folgen des fortschreitenden Klimawandels dazu übergegangen sind, Wege zu finden, die Auswirkungen, die wir seit Jahrzehnten untersuchen, abzuschwächen, zu stoppen oder sogar umzukehren. Das macht dieses Projekt für mich so ungeheuer interessant, spannend und wichtig.

Thema: Mechanismen, AP1.2

Dr. Reiner Steinfeldt

PI // Universität Bremen

Dr. Reiner Steinfeldt

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Als studierter Physiker beschäftige ich mich seit meiner Promotion mit Ozeanographie. Regional steht der (Nord-)Atlantik im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Auswertung von Spurenstoffmessungen wie z.B. FCKWs. Aus diesen Daten kann auch die ozeanische Aufnahme von CO2-Emissionen bestimmt werden.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Für RETAKE untersuche ich, welche Regionen des offenen Ozeans (z.B. Auftriebs- oder Tiefenwasserbildungsgebiete) besonders gut für die Erhöhung der Alkalinität und die damit erhoffte zusätzliche Kohlendioxidaufnahme geeignet sind. Außerdem wird die Größenordnung dieser Effekte bestimmt und ob sie überhaupt nachweisbar sind im Hinblick auf die natürlichen Schwankungen im Ozean.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Fragestellung, welcher Anteil der Kohlendioxidemissionen vom Ozean aufgenommen wird, spielt eine wichtige Rolle für den Klimawandel und ist somit von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Wenn sich dieser Anteil umweltverträglich vergrößern ließe (evtl. durch Alkalinitätserhöhung), könnte der Klimawandel sogar abgemildert werden.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP3.1

Dr. Jessica Strefler

PI // Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Dr. Jessica Strefler

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt ist die Analyse globaler Transformationspfade mit Hilfe des integrierten Bewertungsmodells REMIND. Mein besonderes Interesse gilt dem Kohlenstoffmanagement, einschließlich der Kohlendioxid-Entfernung sowie der Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Integrierte Bewertungsmodelle haben sich bisher auf Land- und Energiesysteme konzentriert und die Ozeane ausgeklammert. Wir werden die Ozean-Alkalinisierung in das integrierte Bewertungsmodell REMIND einbinden. Anschließend werden wir das Modell nutzen, um den möglichen Beitrag der Ozean-Alkalinisierung zum Pariser Klimaziel und ihre Wechselwirkung mit Land- und Energiesystemen zu analysieren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Die Beseitigung von Kohlendioxid ist ein entscheidender Bestandteil von Netto-Null-Emissionsstrategien. Es werden eine Reihe verschiedener Optionen diskutiert, die alle ihre Risiken und Grenzen haben. Um die Risiken zu verringern, sollte ein breites Portfolio von Optionen erforscht werden.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP1.1

Niels Suitner

Doktorand // Universität Hamburg

Niels Suitner

1) Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Aquatische Geochemie mit Fokus auf Ocean Alkalinity Enhancement. Schwerpunkte: Karbonatsystem, Laborversuche zur Erzeugung und Stabilität der Alkalinität

2) Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Erzeugung von Alkalinität und marine Alkalinitätserhöhung mit Reaktoren

3) Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Einen praxisbezogenen Beitrag zur Folgenabschätzung und Anwendung von CDR-Methoden bereitzustellen.

Thema: Mechanismen, AP1.1

Prof. Helmuth Thomas

PI // Helmholtz-Zentrum Hereon

Prof. Helmuth Thomas

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Biogeochemie der Küstenmeere und des Arktischen Ozeans. Wir koppeln Beobachtungen des marinen Karbonatsystems und ozeanographischer Tracer, um Kohlenstoff- und Elementtransporte in diesen Regionen zu verstehen und zu quantifizieren.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Mein Beitrag zu RETAKE konzentriert sich auf die Entwicklung von Methoden, eine gezielte Erhöhung der Alkalinität vor deren hochvariablem Hintergrund nachzuweisen und zu quantifizieren.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Meine Motivation besteht darin, grundlegende biogeochemische Erkenntisse zu nutzen, die Wirksamkeit erfolgreicher CDR-Methoden
nachzuweisen und andererseits auch Probleme oder Nichtwirksamkeit frühzeitig zu erkennen.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP2.1

Sneha Thube

Doktorandin // Institut für Weltwirtschaft

Sneha Thube

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Meine Forschung konzentriert sich auf das Verständnis der wirtschaftlichen Aspekte von Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere der Kohlenstoffpreisbildung, mit Hilfe quantitativer ökonomischer Modellierungsinstrumente.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen des Projekts werde ich mit einem allgemeinen Gleichgewichtsmodell eine wirtschaftliche Analyse der Alkalinitätserhöhungs-Technologie im Meer durchführen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Es ist wichtig, das Potenzial aller Technologien zu verstehen, die wir einsetzen können, um unsere ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. In diesem Sinne kann ich durch meine Mitarbeit bei RETAKE die laufenden Arbeiten zur Untersuchung der Alkalinitätserhöhung im Ozean unterstützen.

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.3

Dr. Maria-Elena Vorrath

Postdoktorandin // Universität Hamburg

Dr. Maria-Elena Vorrath

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Forschungsschwerpunkt ist die Alkalinitätserhöhung von Meerwasser unter kontrollierten Bedingungen.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Ich teste die Lösungseigenschaften von verschiedenen Materialien in Meerwasser mittels eines Reaktors, um das beste Material zu finden.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Angesichts der Klimakrise möchte ich lösungsorientierte und anwendungsbezogene Forschung leisten.

Thema: Mechanismen, AP1.1

Dr. Rüdiger Voss

PI // Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Dr. Rüdiger Voss

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Im Jahr 2002 promovierte ich in Fischereibiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Es folgten 6 Jahre als PostDoc und Projektleiter am GEOMAR Forschungszentrum. Im Jahr 2008 wechselte ich dann zur interdisziplinären Arbeitsgruppe “Ressourcen- und Ökologische Ökonomik” an der CAU, welche im Rahmen des Future Ocean Exzellenz-Clusters im Institut für Volkswirtschaftslehre eingerichtet wurde. Ich bin Spezialist für bio-ökonomische Modellierung und untersuche Zielkonflikte, die aus verschiedenen Managemententscheidungen entstehen können und quantifiziere Umwelteinflüsse auf die Bestandsdynamik mariner Fische. Ich engagiere mich in der Entwicklung und Einführung eines Ökosystem-basierten Fischereimanagements der Ostsee. In diesem Rahmen beschäftige ich mich mit der Verbesserung von bio-ökonomischen Mehrarten-Modellen, der Quantifizierung von Ökosystemdienstleistungen im Rahmen des Klimawandels und der Einbindung von nicht-wissenschaftlichen Interessenvertretern.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
In RETAKE trage ich zum Arbeitspaket 3.4 “Auswirkungen auf Fischerei und Ernährungssicherheit“ bei. Ich werde mich in die Entwicklung bio-ökonomischer Modelle einbringen, die die potentiellen Effekte einer Alkalinitätserhöhung im Meer, vor allem auf die Fischbestände, untersuchen. Dabei spielen sowohl biologische als auch ökonomische Faktoren eine wichtige Rolle.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich denke, dass der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist. Als Vater einer Tochter, möchte ich dazu beitragen, dass sie und die kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten vorfinden. Etwas weniger pathetisch, schätze ich die Möglichkeit, mit vielen führenden Kollegen aus Deutschland interdisziplinär zusammen zu arbeiten. Dabei ist die Kommunikation über Fachgrenzen hinweg eine sehr reizvolle (Teil-)Aufgabe!

Thema: Gesellschaftswissenschaftliche Aspekte und Ökonomie, AP3.4

Dr. Tristan Zimmermann

Postdoktorand // Helmholtz-Zentrum Hereon

Dr. Tristan Zimmermann

Wo liegt mein allgemeiner Forschungsschwerpunkt?
Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Analyse von Spurenmetallen und nicht-traditionellen stabilen Isotopen (Zn, Sr, Nd, Pb) sowie auf der Entwicklung von Analysemethoden auf der Grundlage von ICP-MS.

Was ist mein spezieller Beitrag in RETAKE?
Im Rahmen von RETAKE werde ich die potenzielle Freisetzung von Metallen durch Mineralien, die die Alkalinität erhöhen, bewerten. Darüber hinaus könnte die Analyse von Metallen und Metallisotopen als Proxy verwendet werden, um eine künstliche Erhöhung der Alkalinität nachzuweisen.

Was ist meine persönliche Motivation, in diesem Thema zu forschen?
Ich freue mich sehr, mein Fachwissen als analytischer Chemiker bei RETAKE einbringen zu können, denn Geoengineering-Methoden wie die Alkalinitätserhöhung können für unsere (zukünftige) Gesellschaft von großer Bedeutung sein.

Thema: Beobachtung & Überwachung, AP2.1