Extrapolation durch Modelle

Da Bentho- und Mesokosmen-Studien immer nur kleinskalig begrenzte Bedingungen widerspiegeln können, ist es wichtig, die Ergebnisse auf größere räumliche (regional, global) und zeitliche (Jahre bis Dekaden) Skalen zu extrapolieren. Dies geschieht in RETAKE in mehreren Arbeitspakten durch die Einbindung von numerischen Modellen.

Unter Verwendung von Ergebnissen der Bentho- und Mesokosmen-Studien sowie Beobachtungsdaten der natürlichen Variabilität im Meer werden die Effizienz von Alkalinitätserhöhung (AE) und potenzielle Auswirkungen auf die dort angesiedelten Ökosysteme für Fallstudien sowohl in der Nordsee (AP2.2) als auch in der Ostsee (AP2.4) untersucht. Zusätzlich sollen für die Einbringung von alkalischem Material die Einflüsse hydrogeologischer Gegebenheiten bzw. Klima- und Umweltbedingungen an der Sediment-Wasser-Grenze auf realisierbare Alkalinisierungsraten beurteilt werden. Mit Hilfe von Modellstudien soll eine Abschätzung und Kartierung besonders geeigneter Flächen in nationalen und internationalen Gewässern erfolgen (AP2.3). 

Zwei globale Erdsystemmodelle unterschiedlicher Modellarchitektur werden verwendet, um die Effizienz und die biogeochemischen Auswirkungen unterschiedlicher AE-Szenarien im globalen Kontext zu untersuchen (AP3.2). Hierbei werden verschiedene Parameter wie CO2-Aufnahme, Speicherung oder Leckage, und Auswirkungen auf die Biogeochemie des Ozeans in Abhängigkeit von regionalen Umweltfaktoren analysiert, um Abschätzungen zu optimalen Strategien zum Einsatz von AE sowie zum Monitoring der Effekte und Nebenwirkungen zu entwickeln.

TEAM

PI’s

Wissenschaftler*innen

  • Dr. Moritz Mathis (Hereon)
  • Neha Mehendale (GEOMAR)
  • Dr. Johannes Pein (Hereon)

Postdoktorand*innen

Doktorand*innen